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Toxizität und Bewertung (Wirkungsprinzip)

  

Dioxine sind extrem toxisch und wirken im Tierversuch bei Ratten, Mäusen und Hamstern kanzerogen, d. h. krebserzeugend. Zudem gibt es eindeutige Hinweise auf weitere chronische Wirkungen, wie z. B. Teratogenität, Fötotoxizität. Beim Menschen ist die durch akute PCDD/F-Vergiftung verursachte Chlorakne bekannt.

Trotz ihrer ähnlichen physikalischen und chemischen Eigenschaften zeigen PCDD/F auf Grund ihrer verschiedenen Chlorsubstitutionsmuster ein stark unterschiedliches toxisches Verhalten. Für den Menschen von besonderer Relevanz sind die Kongenere, die in den Stellungen 2,3,7 und 8 chlorsubstituiert sind, da sie das grösste toxische Potential besitzen und sich im menschlichen Körper, insbesondere in fettreichen Geweben, anreichern können.

Als giftigstes Kongener gilt das 2,3,7,8-Tetrachlordibenzodioxin (2,3,7,8-TCDD; Seveso-Dioxin). Die Giftwirkung üertrifft nicht nur die von Blausäure, sondern auch die der Nervengase Sarin und Tabun. Die Toxizität von Dioxinen wird durch das so genannte Toxizitätsäquivalent (TEQ) in Relation zur Toxizität dieses hochgiftigen 2,3,7,8-TCDD gesetzt, d. h. mit Hilfe der Toxizitätsäquivalente werden alle vierfach- und höherchlorierten Dibenzodioxine und -furane auf die Toxizität des 2,3,7,8-TCDD umgerechnet.


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