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Immission - Einwirkung emittierter Schadstoffe auf die Biosphäre

  

Der starke Rückgang der Emissionen findet sich auch im abnehmenden Trend der Dioxin- Konzentration in der Luft wieder. Bis etwa zum Jahr 1999 ist ein deutlicher Rückgang zu erkennen. Seit 2000 zeigt sich jedoch kein klarer weiterer Abwärtstrend (s. u. Abbildung).


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         Quelle: Umweltbundesamt, eigene Auswertung von Daten der Luftmessnetze der
Länder und der Dioxindatenbank, 2013

Jahreszeitliche Schwankungen, genereller Trend und durchschnittliche Immissionskonzentrationen

Die veränderte Quellensituation zwischen Winter (Heizperiode = Oktober bis März) und Sommer (= April bis September) sowie Inversionswetterlagen führen zu jahreszeitlich unterschiedlichen Belastungssituationen.
Bei der Darstellung des jahreszeitliche Verlaufs der PCDD/PCDF Immissionskonzentrationen aus Proben ohne besonderer Belastungssituation als arithmetisches Mittel während der Heizperiode (Oktober bis März) sowie außerhalb der Heizperiode (April bis September) wird die jahreszeitlichen Schwankungen deutlich sichtbar. Für die Saisonmittelwerte liegen die Unterschiede zwischen Sommer und Winter etwa zwischen Faktor 2 und 5. Deutlich erkennbar ist ferner ein Rückgang der Immissionskonzentrationen vor allem bei Betrachtung der Wintermaxima. Die Spitzenbelastungen der jüngsten Datensätze haben sich dabei im Vergleich zum Winter 1989/1990 in etwa halbiert.
Mit Ausnahme des Winters 1995/1996 kann die Belastungssituation auf Basis von Saison­mittelwerten seit Winter 1993/1994 als nahezu konstant angesehen werden, so dass sich dieser Zeitraum zur Berechnung durchschnittlicher Immissionskonzentrationen eignet.

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   Jahreszeitliche PCDD/F Immission in Riedstadt (Details: Dioxin Bericht).


Differenzierung der Immissionskonzentrationen nach Gebietstyp

Neben der Berücksichtigung zeitlicher Trends, jahreszeitlicher Effekte und methodischer Unterschiede bietet die Datenbank DIOXINE die Möglichkeit, Immissionskonzentrationen nach Gebietstyp (ländlicher Raum, verstädterter Raum, Agglomerationsraum) entsprechend der Unterteilung nach siedlungsstrukturellen Gebietstypen der ehemaligen Bundesanstalt für Landeskunde und Raumordnung (BFLR 1994) zu differenzieren.
Die Betrachtung des Gesamtdatenbestand zeigt dabei keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gebietstypen in den Sommermonaten (April - Oktober) und Proben des Gebietstyps "ländlicher Raum" im Winter. Mit höheren Gehalten davon abweichend zeigen sich die Gebietstypen "Agglomerationsraum" und "verstädterter Raum" im Winter (November - März), die beide sehr vergleichbar sind.


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   Differenzierung nach Gebietstypen (Agglomerationsraum, verstädterter Raum,
   ländlicher Raum, Gesamtbestand) - (Details: Dioxin Bericht).

Bei Verwendung von Daten ab 1994, die sich bei der Betrachtung der zeitlichen Entwicklung von jahreszeitlichen Minima/Maxima als nahezu konstant erwiesen haben, bestätigt sich diese Aussage. Lediglich "Agglomerationsraum" und "ländlicher Raum" zeigen dabei im Sommer noch signifikant niedrigere Gehalte.
Daraus lässt sich ableiten, dass ohne besondere Belastungssituation, in ländlichen bzw. stadtnahen Räumen im Winter mit Belastungen bis 130 -160 fg I-TEq/m³ (90. P) gerechnet werden muss, wobei sich durchschnittliche Gehalte (Median) im Bereich von 50 fg I-TEq/m³ bewegen. Für ländliche Gebiete im Winter sowie für alle Gebietstypen im Sommer beträgt das 90. Percentil ca. 50 fg I-TEq/m³ während durchschnittliche Gehalte (Median) im Bereich unter 20 fg I-TEQ/m³ abgeleitet werden können. Der Datensatz für Agglomerationsraum und ländlichen Raum ab 1994 deutet darüber hinaus eine weitere Reduktion der sommerlichen Immissionskonzentrationen an.


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